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10.12.2020

Schülervertretung des Petrinum liefert Lebensmittel an der "Tafel" ab

Diese Solidaritätsaktion hat am Gymnasium Petrinum Tradition: In der Vorweihnachtszeit sammelte auch in diesem Jahr wieder die gesamte Schülerschaft haltbare Lebensmittel für die „Recklinghäuser Tafel“ in der Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Recklinghausen. Corona konnte die organisierende Schülervertretung (SV) nicht davon abbringen.

„Es war unser Wunsch, diese Tradition gerade auch in diesem Jahr durchzuführen, weil wir es überaus wichtig finden, denen zu helfen, die es in diesen Corona-Zeiten sicherlich noch schwerer haben“, erzählt Schülersprecherin Lea Hoffmann. Um bei der Sammlung notwendige Abstände einzuhalten, wurde für drei Tage ein genauer Zeitplan erstellt, wann wer Lebensmittel abgeben darf. In kleinen Gruppen aufgeteilt, reichten die Schülerinnen und Schüler ihre Spenden „auf Abstand“ durch geöffnete Türen und Fenster in den Oberstufenraum. „Die Helfer mussten sich also warm anziehen“, berichtet Lehrerin Elke Reppert, die das SV-Projekt seit Jahren unterstützt.

24 Kisten voller Spenden

Die Mädchen und Jungen des Innenstadt-Gymnasiums wuchteten heute (10. Dezember) gleich 24 vollgepackte Kartons mit haltbaren Lebensmitteln in die Tafel an der Herner Straße 47. „Das wird jedes Jahr mehr. Wir sind sehr froh, dass wir fest mit den Spenden des Petrinum rechnen können und bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten“, sagte Daniel Ruppert, der beim SkF die Tafel koordiniert.

Schülervertretung (SV) übernimmt die komplette Organisation

Seit 2012 rufen die Petriner einmal im Jahr an ihrer Schule zur Lebensmittel-Spende für die Tafel auf. Den Anstoß für die Aktion hatte damals eine Schülerin gegeben, die in der Tafel ein freiwilliges Sozialpraktikum absolviert hat. An der Schule zurück, berichtete sie von ihren Erfahrungen und von der Not vieler Recklinghäuser Bürgerinnen und Bürger. Die Schülervertretung um den damaligen Schülersprecher Jan Freistühler griff den Gedanken auf. Seitdem ist die vorweihnachtliche Spende im SV-Programm fest verankert. Das Team plant und organisiert die Aktion und führt sie auch größtenteils selbstständig durch. Mit Zetteln in den Klassenbüchern, E-Mails an die Eltern, in den Sozialen Medien und mit einer Lautsprecher-Durchsage in der Schule machte die SV auch in diesem Jahr auf ihre Aktion aufmerksam. „Sobald wir an der Schule nur von Lebensmitteln reden, wissen alle sofort, wofür es ist, nämlich für die Tafel“, berichtet Lea Hoffmann.

Spendenbereitschaft bei Schülern und Eltern ist weiter groß

„Wir sind alle immer wieder beeindruckt von der unglaublich großen Spendenbereitschaft der Petriner Schüler, Schülerinnen und ihrer Eltern bei dieser großen Gemeinschaftsaktion“, sagte Lehrerin Elke Reppert. „Und wir danken auch der Schulleitung, die Schülerinnen und Schüler des SV-Teams für die Sammlung und den Abtransport der Lebensmittel einige Stunden vom Unterricht befreit.“

Tafel-Kunden können für Groß-Anschaffungen sparen

Private Sammlungen von haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln sind für die Tafel sehr wichtig. Der Handel gibt nämlich Mehl, Nudeln, Speiseöl und Co deutlich weniger an die Tafeln ab als verderbliche Nahrungsmittel wie Brot und Salat. Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser in prekären Lebenslagen können beides günstig in der Tafel kaufen. Sie sparen so Geld für größere Anschaffungen. Über 90 Ehrenamtliche sammeln die Waren vormittags in Supermärkten und Bäckereien ein und organisieren am Nachmittag den Verkauf. Aktuell decken sich in der Tafel rund 1.400 Personen mit frischen und haltbaren Nahrungsmitteln ein, darunter auch gut 400 Kinder.

 

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