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28.07.2026

Drei Spendenziele statt zig Geburtstagsgeschenke

Der Recklinghäuser Michael Schmidt hat anlässlich seines 70. Geburtstags 490 Euro für die Tafel gesammelt.

Was schenkt man jemandem, der nach eigener Aussage bereits alles hat, „von dem man glaubt, es haben zu müssen“? Michael Schmidt nahm seinen 50 Gästen diese Entscheidung ab. Anlässlich seines 70. Geburtstags verzichtete der Recklinghäuser auf persönliche Geschenke und bat stattdessen um Spenden für drei gemeinnützige Organisationen.

Nach der eigentlichen Einladung zum Geburtstagsfest erhielten die Gäste wenige Wochen vor der Feier eine zweite Nachricht vom Noch-69-Jährigen. Darin stellte Schmidt drei mögliche Spendenziele vor: SOS-Kinderdörfer weltweit, Ärzte ohne Grenzen und die Tafel Recklinghausen in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Recklinghausen e. V. „Meine Gäste sollten sich keinen Kopf um ein Geschenk machen“, erklärt der Gastgeber. Lediglich die Entscheidung, welche Organisation sie unterstützen wollten, hatten sie noch zu treffen.

Die Idee, die örtliche Tafel als eines der drei Spendenziele auszuwählen, geht auf den Kabarettisten Christoph Sieber zurück. Bei einem Auftritt im Ruhrfestspielhaus hatte dieser an seinem Merchandising-Stand nicht um Geld für Buch und CD, sondern um Spenden für die Tafel vor Ort gebeten. Schmidt, damals unter den Zuhörenden, griff den Gedanken auf. Seine Gäste beteiligten sich rege: Insgesamt kamen 490 Euro für die Tafel Recklinghausen zusammen.

Als Dank lud Tafel-Koordinator Daniel Ruppert den Spender und dessen Ehefrau Karin zu einer Führung durch die Einrichtung an der Herner Straße ein. Michael Schmidt gab die Einladung an seine Gäste weiter. Daher nahmen auch Ursula und Klaus Jostarndt an dem Rundgang teil und informierten sich über die Arbeit der Tafel.
„Wir bedanken uns herzlich bei Michael Schmidt und seinen Gästen“, sagte Ruppert. „Solche privaten Spendenaktionen sind für uns besonders wertvoll. Sie unterstützen nicht nur unsere tägliche Arbeit, sondern machen auch deutlich, wie groß der Rückhalt für die Tafel in der Recklinghäuser Stadtgesellschaft ist.“

Für Michael Schmidt könnte der Besuch zugleich der Beginn eines neuen Engagements sein. Nach dem Ende seines Berufslebens schlage er sich derzeit mit allerlei Dingen wie Gartenarbeit herum, erzählt er mit einem Augenzwinkern. Gleichzeitig beschäftigt ihn die Frage, wo er sich künftig ehrenamtlich einbringen könnte – möglicherweise auch bei der Tafel.

Unser Tipp: Wer einen Geburtstag, ein Jubiläum oder ein anderes Familienfest mit einer Spendenaktion zugunsten der Tafel Recklinghausen verbinden möchte, kann sich an Tafel-Koordinator Daniel Ruppert, Tel. 02361/ 31302, E-Mail Daniel.ruppert@skf-recklinghausen.de wenden. So wird aus dem Verzicht auf Geschenke konkrete Hilfe für Menschen aus der Stadt.

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