20.08.2026
Wenn Interessen aufeinandertreffen: SkF informiert über ehrenamtliche Vormundschaft
Wie können ehrenamtliche Vormünder*innen die Interessen eines jungen Menschen vertreten und zugleich gut mit Eltern, Angehörigen und Behörden zusammenarbeiten?
Um dieses Spannungsfeld geht es bei der nächsten kostenlosen Veranstaltung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Recklinghausen e.V. am Donnerstag, 27. August, um 16 Uhr.
Ehrenamtliche Vormünder*innen stehen an der Seite von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern die elterliche Sorge nicht oder nicht vollständig ausüben können. Sie vertreten die jungen Menschen rechtlich, begleiten sie bei wichtigen Entscheidungen und setzen sich für ihre Interessen ein. Dabei sind sie jedoch nicht allein mit dem jungen Menschen im Gespräch: Auch Eltern und andere Angehörige, Jugendamt, Einrichtungen und weitere Beteiligte spielen eine wichtige Rolle.
Wie diese Zusammenarbeit gelingen kann, steht im Mittelpunkt der Veranstaltung "Zusammenarbeit mit Behörden und Angehörigen" am Donnerstag, 27. August. Der Fachbereich Vormundschaften des SkF Recklinghausen lädt dazu Menschen ein, die sich für die Übernahme einer ehrenamtlichen Vormundschaft oder Ergänzungspflegschaft interessieren oder bereits ehrenamtlich in diesem Bereich tätig sind.
Die Interessen des jungen Menschen im Mittelpunkt
Besonders herausfordernd kann es werden, wenn unterschiedliche Vorstellungen aufeinandertreffen. Was wünscht sich der junge Mensch? Welche Interessen und Erwartungen haben Eltern oder ehemals Sorgeberechtigte? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen ehrenamtliche Vormünder*innen bei ihren Entscheidungen berücksichtigen?
„Als Vormund*in steht man klar an der Seite des jungen Menschen. Gleichzeitig ist es wichtig, die Perspektiven der anderen Beteiligten zu kennen und miteinander im Gespräch zu bleiben“, sagt Benjamin Legewie vom SkF Recklinghausen. „Eine gute Zusammenarbeit bedeutet nicht, dass immer alle einer Meinung sein müssen. Entscheidend ist, die Interessen des jungen Menschen im Blick zu behalten und Entscheidungen nachvollziehbar zu vertreten.“
Die Veranstaltung vermittelt deshalb nicht nur rechtliche Grundlagen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, die Perspektive der Eltern beziehungsweise ehemals Sorgeberechtigten besser zu verstehen und sich mit möglichen Unterschieden zwischen den Interessen des jungen Menschen und denen seiner Angehörigen auseinanderzusetzen.
SkF begleitet ehrenamtliche Vormünder*innen
Der Termin ist Teil des Informations- und Schulungsprogramms, mit dem der SkF Recklinghausen Interessierte auf eine ehrenamtliche Vormundschaft vorbereitet und bereits tätige Vormünder*innen begleitet. Neben fachlichen Informationen bietet die Veranstaltung Gelegenheit, Fragen aus der Praxis zu stellen und sich auszutauschen.
„Ehrenamtliche Vormünder*innen übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe, müssen damit aber nicht allein zurechtkommen“, betont Legewie. „Wir möchten ihnen das notwendige Wissen vermitteln, Sicherheit für ihre Aufgabe geben und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.“
Die kostenlose Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 27. August, um 16 Uhr beim Sozialdienst katholischer Frauen Recklinghausen e.V. im Katholischen Zentrum, Kemnastraße 7. Eine Anmeldung ist bei Benjamin Legewie unter Tel 02361 / 4859826 oder Mobil 0151 / 58325624 sowie per E-Mail an benjamin.legewie@skf-recklinghausen.de möglich.